Automatische Gedanken – Definition

Automatische Gedanken – Definition

Was sind automatische Gedanken?

Automatische Gedanken sind nach dem Konzept der kognitiven Therapie von A. T. Beck spontane Gedanken, die von alleine auftreten. Sie entstehen entweder unwillkürlich ohne erkennbaren äußere Anlass, oder auch mit dem Bezug zu einem bestimmten Anlass oder Ereignis.

Warum gibt es den Begriff der automatischen Gedanken?

Durch den Begriff der automatischen Gedanken sollen Klienten oder Patienten verstehen, dass die meisten Gedanken von alleine entstehen. Erst die Bewertung („das ist dumm von mir“) verwandelt einen natürlich entstandenen Gedanken in einen „dummen Gedanken“.

Sind irrationale oder negative Gedanken schlecht?

Nein. Irrationale oder unangenehme Gedanken sind nicht aus sich heraus negativ. Es ist alleine die Bewertung des Menschen, der ihnen einen Wert gibt.

Beispiel: Wenn sich eine Person in einer öffentlichen Situation ein peinliches Verhalten vorstellt, so ist das für sich gesehen kein Problem. Erst wenn die Person damit beginnt, sich zu verbieten, diesen Gedanken in die Tat umzusetzen, erst dadurch konstruiert sie sich ein Problem. 

Wie behandelt die kognitive Therapie automatische Gedanken?

Die kognitive Therapie zielt darauf ab, automatische Gedanken zu identifizieren, zu hinterfragen und zu verändern.

Was ist der Nachteil am Konzept der automatischen Gedanken?

Der Nachteil ist, dass automatische Gedanken viel Aufmerksamkeit bekommen, wenn sich eine Person intensiv mit diesen beschäftigt.

Wie entstehen automatische Gedanken?

Automatische Gedanken produziert das gesunde Gehirn rund um die Uhr. Im Schlaf, im Bus, während der Präsentation, beim Abendessen. Die zentrale Funktion des Gehirns ist die Assoziation. Schon im Embryonalstadium beginnt das Gehirn damit, Verbindungen herzustellen. Deshalb sind automatische Gedanken auf natürlichem Weg einfach da. Man braucht sie nicht zu begründen. Es reicht, dem eigenen Gehirn Wertschätzung für die erneute Kreativität zu vermitteln.

Gehirnzellen – Illustration Johannes Faupel

Gehirnzellen – Illustration © Johannes Faupel

Wie kann man sich von automatischen Gedanken distanzieren?

Für die Distanzierung von automatischen Gedanken reicht ein einfaches Bild. In diesem Bild geht es um räumliche Distanz – ohne auf den Inhalt zu sehen.

Bei Google finden Sie mehr zu dieser einfachen Technik. Der Nachteil ist, dass automatische Gedanken viel Aufmerksamkeit bekommen, wenn sich eine Person intensiv mit diesen beschäftigt.

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