Gedankenwohnung von Johannes Faupel — Buchcover mit handgezeichneten Räumen

Zu viele Gedanken auf einmal?

Die Gedankenwohnung gibt jedem Gedanken seinen Raum. Kein Verdrängen. Kein Meditieren. Nur Räume.

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In ein volles Parkhaus kann man nicht einfahren

Wenn siebenunddreißig Gedanken gleichzeitig Einlass verlangen, ist der Aufmerksamkeitsraum voll. Das ist kein Willensproblem. Das ist ein Platzproblem.

Die Gedanken sind wie ungeduldige Kinder: Jeder will sofort etwas. Keiner ist bereit zu warten. Und je stärker man versucht, die Masse zurückzudrängen, desto lauter wird sie.

Man kann keine Gedanken befehlen. Man kann ihnen aber Räume geben.

Das ist die Grundidee der Exzentration: erst auslagern, dann konzentrieren.

Was ist Exzentration?

Drei Schritte, und der Kopf ist frei

Man baut sich in Gedanken eine Wohnung. Jedem Gedankentyp gibt man einen Raum. Dann lädt man die Gedanken ein — und kehrt zum Aufmerksamkeitszentrum zurück.

1

Räume einrichten

Für verschiedene Gedankentypen eigene, benannte Räume in einer inneren Wohnung anlegen.

2

Gedanken einladen

Wenn ein Gedanke auftaucht: „Ich sehe dich. Du kommst in den Warteraum. Ich komme später." Und dann wirklich hingehen.

3

Aufmerksamkeitszentrum ist frei

Das Zentrum ist nicht mehr überfüllt. Man kann sich wirklich um das kümmern, was jetzt dran ist.

Exzentration genauer erklären

Jeder Gedanke bekommt seinen Platz

Die Gedankenwohnung hat fünfzehn Räume. Jeder hat eine Funktion. Man muss nicht alle benutzen — aber zu wissen, dass es sie gibt, verändert den Umgang mit dem, was im Kopf auftaucht.

Aufmerksamkeitszentrum

Das Hauptzimmer. Hier ist Raum für genau ein Thema. Das, womit man sich gerade wirklich beschäftigt.

Warteraum

Für Gedanken, die wichtig sind — aber nicht jetzt. Trocken, übersichtlich, zuverlässig.

Werkraum

Für Gedanken, die noch nicht fertig gedacht sind. Die Intuition arbeitet hier weiter, während man anderes tut.

Rumpelkammer

Für die aufdringlichen, absurden, erschreckenden Gedanken. Sie dürfen hier sein. Sie müssen nicht verschwinden.

Provokationsraum

Für geladene Gedanken, die Schaden anrichten würden, wenn sie einfach herumlögen. Gesichert, nicht verdrängt.

Balkon

Über allen Räumen. Von hier aus sieht man die ganze Wohnung, ohne in einem Zimmer zu stecken.

Festsaal

Das leichteste Zimmer. Für Dankbarkeit, für Freude, für das, was einfach gut ist. Es lohnt sich, ihn aufzusuchen.

Bad

Wo vernachlässigte Gedanken Pflege bekommen. Kein Betrieb — nur stille Aufmerksamkeit.

… und sieben weitere

Galerie, Museum, Wertstoffraum, Überraschungsraum, Rückzugsraum, Sicherungskasten, Flur.

Alle Räume im Detail

Wenn der Kopf voller ist als der Tag lang

Das Konzept ist in der therapeutischen Praxis entstanden. Es eignet sich besonders für Menschen, die

  • zu viele Gedanken gleichzeitig haben und keinen Faden halten können (oft bei ADHS),
  • aufdringliche oder störende Gedanken kennen, die sich nicht wegjagen lassen,
  • in Grübelschleifen feststecken und nicht herausfinden,
  • sich auf Prüfungen, Präsentationen oder schwierige Gespräche vorbereiten,
  • meditiert haben und festgestellt haben, dass es für sie nicht passt.

Gedankenwohnung ist keine Therapie. Es ist ein Selbsthilfekonzept, das therapeutische Arbeit ergänzen kann. Wenn professionelle Hilfe gebraucht wird: bitte in Anspruch nehmen.

Was andere dazu sagen

„Herrlich, Ihre Ausführungen zur Gedankenwohnung. Passt ausgezeichnet zu ADHS, für den Überblick, aber auf eine greifbare Art, in der man sich zurechtfinden kann."

Dr. med. Heiner Lachenmeier, Autor von „Mit ADHS erfolgreich im Beruf", adhs-lachenmeier.ch

„Dieses kleine Buch kann Menschen, die mit aufdringlichen Gedanken zu tun haben, eine rasche Erleichterung sein. Ich schätze die Einfachheit, mit der hier eine wesentliche Funktion des Gehirns nutzbar wird. Es geht um die Umfokussierung."

Dr. med. Gudrun Birk, Somatic Experiencing® Traumatherapie, se-birk.de

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Johannes Faupel

Johannes Faupel

Systemischer Therapeut · Frankfurt am Main

Johannes Faupel ist systemischer Therapeut und Berater (IGST/SG-zertifiziert) in Frankfurt. Die Gedankenwohnung entstand in seiner eigenen therapeutischen Praxis — nicht als theoretisches Modell, sondern weil er es brauchte.

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Gedankenwohnung — E-Book-Cover

Gedankenwohnung

Ein Gedankenspiel und eine Einladung zum Dachausbau

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