Gedankenkarussell – Rumination erkennen und stoppen

Was ist ein Gedankenkarussell? Kennen Sie das, wenn sich alle Gedanken um ein Thema drehen und das Grübeln (Rumination von lat. ruminare = wiederkäuen) beginnt? Sie versuchen, sich auf etwas anderes zu konzentrieren, aber es zieht Sie immer wieder zu dem lästigen Thema hin? Das ist ein Gedankenkarussell.

Warum fahren Menschen mit den Gedanken im Kreis?

Typische Auslöser dafür, dass Menschen im Kreis denken und nicht mehr aus der Denkschleife herausfinden:

  • Jemand sucht eine Lösung, findet sie aber nicht
  • Ein Ereignis aus der Vergangenheit soll geändert werden (was natürlich nicht geht)
  • Wir haben etwas Beeindruckendes erlebt. Positive oder negative Ereignisse können uns lange beschäftigen.

Typischerweise kreist das Denken dann um ein Thema, wenn etwas fehlt. Eine Lösung oder etwas anderes.

Wenn wir versuchen, nachträglich etwas zu ändern, laufen wir gedanklich im Kreis.

Welche Beschreibungen treffen auf das Gedankenkarussell zu?

Grübelgedanken werden als negativ, eigen, automatisch, aufdringlich, bestimmt, immer gleich, unliebsam, sorgenvoll, trüb, düster, hartnäckig, lästig, problematisch, schwer und emotional erlebt. Die Betroffenen beschreiben, dass die Gedanken:

  • kreisen
  • sich drehen
  • rasen
  • rotieren
  • sich wiederholen
  • vergiften

Beim Grübeln geht es um den Drang, wie der Mensch die kreisenden Gedanken beherrschen kann:

  • loslassen
  • unterdrücken
  • unterbrechen
  • auflösen
  • kontrollieren
  • abschalten,
  • verlieren,
  • verwandeln
  • stoppen
  • reduzieren
  • lenken
  • akzeptieren
  • sich ablenken

… das alles sind Lösungsversuche, um aus dem Gedankenkarussell auszusteigen. Nur funktionieren diese Ideen so nicht.

Was aber hilft wirklich gegen das Gedankenkarussell

Am einfachsten hilft es, die im Kreis laufenden Gedanken nach und nach in eigens eingerichteten Gedankenräumen unterzubringen.