Was ist die Psychologie der Gedanken?

Die Psychologie der Gedanken bezieht sich auf die psychologischen Auswirkungen und Wechselwirkungen, die Gedanken haben können. Gedanken können einen großen Einfluss auf die mentale und die allgemeine Gesundheit entwickeln. In diesem Artikel erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Gedanken und die mit ihnen verbundenen Gefühle rechtzeitig erkennen und regulieren können.

Für wen ist dieser Artikel über Psychologie der Gedanken geschrieben?

Die Inhalte dieses Artikels richten sich an Menschen, die ein Problem erleben, die Stress und anstrengenden Gefühlen ausgesetzt sind. Menschen, die auf der Suche nach Glück sind und sich fragen, welcher Gedanke dabei hilfreich sein kann. Auch wenn Sie Psychologe sind, kann mancher Gedanke hier zu neuen Erfahrungen führe.

Was sind Gedanken?

Was Gedanken sind, das lässt sich auf mehreren Ebenen und aus verschiedenen Perspektiven beschreiben. Es gibt viele Antworten auf diese Frage. Hierzu gibt es auf gedankenwohnung.de auch schon einen anderen Artikel.

Was ist eine Gedanken-Definition im Sinne der Psychologie der Gedanken?

Ein Gedanke im Sinne der Psychologie der Gedanken ist eine im Bewusstsein wahrnehmbare, semantische Abfolge von Beobachtungen, Schlussfolgerungen, Plänen etc. Auf dieser Ebene geht es um gedankliche Abläufe im Kopf, um eine Idee, eine Bewertung.

Ein dafür speziell geschulter Psychologe kann innere und äußere Prozesse bei Erwachsenen und Kindern untersuchen und analysieren, wie sich Denkprozesse und Handlungen gegenseitig beeinflussen.

Auch das Unterbewusstsein spielt für die psychologische Betrachtungsweise eine entscheidende Rolle.

Was sagt die Philosophie zu Konzepten wie Sinn, Wahrheit und Wirkung?

Die Philosophie der Gedanken nimmt eine andere Perspektive zum Denken ein als die Psychologie. Hier zählt der Gedanke zu einer Meinung, einer Haltung, zur Beschäftigung mit der Welt oder einer Sicht auf das Leben außerhalb des Kopfes.

Und was sagt die Biologie über die Gedanken?

Aus biologischer und biochemischer Sicht ist ein Gedanke ist entweder ein Auslöser eines Reizes oder eine Antwort auf einen Reiz. In eine belanglosen Gespräch zwischen zwei Menschen kann plötzlich ein Wort fallen, das einen biochemischen Prozess im Gehirn auslöst. Bevor man Zeit zum Nachdenken hat, laufen die Muster des Gehirns bereits im Hintergrund.

Wie beeinflussen Denkmuster die Wahrnehmung?

Denkmuster beeinflussen den Menschen entweder in förderlicher Weise oder demotivierend, deprimierend.

  • Wer seine Fähigkeiten infrage stellt und pessimistisch in die Zukunft blickt, erlebt sich und sein Leben als Hindernis.

  • Wer sich in seinen Stärken erkennt, nimmt das Leben als Herausforderung wahr, die zu meistern ist.

Wie beeinflussen Gedanken die Emotionen?

Ob Gedanken die Emotionen beeinflussen – oder ob es umgekehrt ist, lässt sich nicht abschließend und eindeutig klären.

Gehen wir nach Benjamin Libet „Mind Time“, dann regt die Frage nach dem gedanklichen Einfluss auf Emotionen einen neuen Denkprozess an.

Warum ist Benjamin Libets „Mind Time“ hier eine wertvolle Quelle?

Der amerikanische Neurowissenschaftler Benjamin Libet hat mit dem Buch „Mind Time“ eine Diskussion in der Wissenschaft ausgelöst. Die zentrale Frage ist, ob der Mensch einen freien Willen hat oder ob er eher äußeren Zwängen oder inneren Impulsen folgt.

Zu den Theorien und Studien von Libet zählt die Hypothese, dass das Gehirn Entscheidungen und Handlungen auslöst, bevor wir es bemerken. Die Großhirnrinde (das bewusste Denken, der Verstand) legt es sich so zurecht, dass ein Denkprozess zur Entscheidung geführt hat.

Libets Experimente weisen darauf hin, dass zwischen der handlungsauslösenden Gehirnaktivität und einer Handlung oder Reaktion (Emotion) einige Sekundenbruchteile liegen. Wir haben also reagiert oder agiert, bevor wir es uns denken konnten.

Wie können wir negative Gedanken bekämpfen?

Negative Gedanken können wir nicht bekämpfen – zumindest nicht mit Erfolg. Niemand kann sein eigenes Gehirn besiegen.

Sehr gut funktioniert die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Gehirn.

Wir können Gedankenabläufe und innere Bilder modellieren. Und wir können skalieren, was bei uns im Kopf vorgeht. Ein guter Weg dabei ist es, einen Abstand zu dem aufzubauen, was belastet.

Wie lassen sich positive Gedanken verstärken?

Zur Stärkung positiver und aufbauender Denkprozesse lassen sich innere Bilder entwickeln. Je mehr Anhaltspunkte und Verknüpfungen das Gehirn zur Verfügung hat, desto stärker wird der einzelne Gedanke.

Kann man die Macht der Gedanken nutzen?

Ich würde im Zusammenhang mit dem Denken nicht von Macht sprechen. Wenn sich etwas wie eine vermeintliche Macht des Denkens anfühlt, so ist das lediglich das Resultat natürlicher biologischer und psychologischer Abläufe und Wechselwirkungen.

Was haben der Gedanke und die Gefühle gemeinsam?

Ein Gedanke und die mit ihm verbundenen Gefühle wirken miteinander und wechselseitig. Niemand kann an eine bevorstehende Prüfung mit angstvollen inneren Bildern denken, ohne dabei auch bedrängende Gefühle zu entwickeln.

Wer nun versucht, gegen ein Gefühl anzukämpfen, wird es verstärken: weil der zugehörige Gedanke sinngemäß sein könnte: Dieses Gefühl soll nicht sein. Ich muss handeln, damit ich meine Arbeit oder andere Dinge weiterhin erledigen kann. Aber weder das Gefühl noch der Gedanke verschwindet: weil sich beide gegenseitig stärken.

Kann man Gedanken kontrollieren?

Man kann Gedanken nicht kontrollieren im Sinn von befehligen, wie ein ungeduldiger Chef seine Angestellten herumkommandiert.

Wir können unsere Gedanken beobachten – und selbst aus einer Beobachterperspektive beim Denken zusehen.

Verschiedene Formen der Meditation eignen sich gut dafür, die Beobachterperspektive auf der Metaebene einzunehmen.

Der einfachste Weg: Gedanken visualisieren, ihnen Räume geben.

 

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Johannes Faupel
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