„Dieser Gedanke geht mir nicht mehr aus dem Kopf“

Am besten mit den Gedanken arbeiten, nicht gegen sie

Wenn Ihnen ein – unerwünschter – Gedanke nicht mehr aus dem Kopf geht, können Sie mit ihm arbeiten.
Er ist ja ohnehin schon da. Das Arbeiten mit einem Gedanken ist einfach. Das Ankämpfen gegen einen Gedanken ist so gut wie immer  hoffnungslos.
Warum das so ist:

Haben Sie schon mal versucht, einen Gedanken mit Anstrengung aus Ihrem Kopf zu vertreiben?

Nehmen wir an, Sie haben einen Gedanken, den Sie nicht denken wollen. Der Gedanke geht Ihnen schon länger durch den Kopf. Wenn zu diesem Gedanken andere Gedanken hinzukommen, die den Inhalt bewertender Behauptungen haben, dann wird es kompliziert.

  • Gedanken, die behaupten, der eine Gedanke dürfe auf keinen Fall sein
  • Gedanken über die Feststellung, daß die Gedanken sowieso das machen, was sie wollen (die Gedanken sind frei, lassen sich nicht einsperren)
  • Nach kurzer Zeit kommt ein ganzer Chor zusammen, der sich mit diesem unerwünschten Gedanken befaßt und dessen Verschwinden fordert.
  • Und so kann sich das beliebig fortsetzen, bis man richtig ins Grübeln verstrickt ist, in einem Wettlauf und Wettkampf gegen die eigenen Gedanken steckt. So können übrigens sogenannte Zwangsgedanken entstehen: eine Illusion, die von vielen Therapeuten gestärkt wird

 

Gedanken loswerden, Gedanken vertreiben ist kein Ziel. Gedanken kann man nicht bekämpfen. Mit Gedanken kann man verhandeln.

Gedanken loswerden wollen? Gegen Gedanken ankämpfen? Das macht sie nur noch stärker.

Mit Gedanken souverän umgehen – es ist einfach, wenn Sie wissen, wie es geht

Stellen Sie sich vor, Sie würden dem Gedanken, den Sie eben noch verjagen oder vertreiben wollten, einen Platz in Ihrem Kopf anbieten.

Ja, anbieten.

Damit ist nicht unbedingt gemeint, daß dieser Platz an einer bestimmten Stelle in Ihrem Kopf sein müßte.
Es geht nur um einen leicht veränderten Umgang mit der Art, wie Sie Ihre Gedanken bewerten, benennen und damit erleben.

Sie wissen nicht, wie das gehen soll?

Nun, hierzu braucht es ein Bild, eine bildhafte Übersetzung, damit Sie es nachvollziehen können.

Den Kopf schnell freibekommen und auf andere Gedanken kommen

Im Buch „Gedankenwohnung“ steht geschrieben, wie Sie den Kopf freibekommen können. Die Idee ist aber nicht, Gedanken zu vertreiben. Stellen Sie sich eher dieses Bild vor: Gedanken drängen sich um Sie wie eine lärmende Schar von Kindern. Jedes Kind (jeder Gedanke) möchte zuerst drankommen, beachtet werden. Anstrengend. Denn: welche Gedanke sollte „Vorfahrt“ bekommen? Und was ist mit solchen Gedanken, die am lautesten lärmen und „HIER!“ rufen?

Mit Dompteur-Methoden oder dem Würgegriff, der mit der Formulierung „Gedanken in den Griff bekommen“ verbunden ist, kommen Sie nicht weiter. Gedanken, denen die Existenz verboten werden soll, werden dadurch nur noch viel stärker. Auch das Ablenken funktioniert nur bedingt.

Stellen Sie sich einfach noch einmal als Vergleich die Kinderschar vor. Wie erfolgreich wären Sie wohl bei dem Versuch, die um Aufmerksamkeit ringenden Kinder abzulenken, indem Sie diesen z. B. vorschlagen, eine Runde Ball spielen zu gehen oder – jetzt übertragen auf Ihre Gedanken: die Steuererklärung zu machen?

Es steht ein anderes Anliegen vorne auf der Wichtigkeitsskala. Deshalb funktioniert der Umgang mit Gedanken dann am besten, wenn sie den Raum bekommen, den sie verdienen. Mit Raum ist nicht die Ausbreitung im Moment gemeint, sondern tatsächlich der zeitliche und sachliche Kontext, in dem Gedanken sinnvoll und nützlich sein können. Das hat auch etwas mit unserem räumlichen Vorstellungsvermögen zu tun.

Wir visualisieren in räumlichen Dimensionen: daher Gedankenwohnung

Schließen Sie für einen Moment die Augen und stellen Sie sich etwas vor. Irgendetwas zwischen Nordseeurlaub und Supermarkt. Oder etwas ganz anderes. Lassen Sie sich einen Moment Zeit – und dann lesen Sie hier weiter:

Was auch immer Sie sich vorgestellt haben bzw. vorstellen, es wird mit mindestens einem Bild verbunden sein: einer Erinnerung, einer Wunschvorstellung, wie etwas werden könnte, oder auch einer Befürchtung, einem erwarteten Ärgernis. Mit allen Vorstellungen von Gegebenheiten und Zuständen sind räumliche Komponenten verbunden, an die sich Personen und Interaktionen anschließen können.

Etwas ereignet sich entweder in Verbindung mit Personen oder auch Gegenständen oder in Abwesenheit von Personen und Gegenständen – immer aber in der Gegenwart eines Raumes, im Bezug zu Grenzen, zu Nähe und Distanz. Die Vorstellung von einem Raum kann ein Gefühl von Enge verursachen, von Geborgenheit, von Verlorensein und von Freiheit. Tatsächlich reicht die Vorstellung von einem Raum. Es braucht den Raum noch nicht einmal in der Realität. Dies ist das Prinzip, nach dem das Konzept der Gedankenwohnung funktioniert.

Gedanken erhalten ihren Platz – damit wird Raum gewonnen

Sie können Millionen von Gedanken und Geistesblitzen haben, ohne daß auch nur ein einziger zu stören braucht. Die Voraussetzung ist lediglich, daß Sie sich mit den Gedanken arrangieren, sie an (gedachte) Plätze führen, an denen sie sich aufhalten können. Wenn Sie in einem Kinosaal oder einem Theater ein Platzanweiser zu Ihrem Sitzplatz bringt, dann wissen Sie: hier bin ich richtig, hier in dem großen Saal. Hier verbringe ich etwas Zeit, bis das Licht wieder angeht.

Während nun Sie und viele andere Personen auf Ihren Plätzen sitzen, kann die Vorstellung stattfinden. Alle können ihre Aufmerksamkeit auf das Stück richten. Ungefähr so läuft es auch mit unserer Alltagsaufmerksamkeit. Das Stück, das gerade gespielt wird, ist womöglich ein Gespräch mit einem Freund, eine Präsentation beim Kunden oder das Lesen eines Buches.

Hier geht es weiter – hier geht es zum Konzept für Ihre Gedankenwohnung – das Buch als E-Book.

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