Was sind häufige Missverständnisse über aufdringliche Gedanken?

Aufdringliche bzw. instrusive Gedanken sind ungewollte Denkvorgänge oder Impulse, die als unangenehm oder störend empfunden werden und die oft bei Personen mit verschiedenen psychischen Störungen auftreten, insbesondere bei Zwangsstörungen. Hier sind sieben häufige Missverständnisse über aufdringliche Gedanken:

Aufdringliche Gedanken bedeuten, dass man gefährlich ist (ein Missverständnis)

Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass aufdringliche Gedanken auf tatsächliche Wünsche oder verborgene Tendenzen hinweisen. In Wirklichkeit sind solche Gedanken normalerweise nicht repräsentativ für die wahren Absichten oder Charaktereigenschaften einer Person.

Aufdringliche Gedanken sind selten (ein Missverständnis)

Tatsächlich sind aufdringliche Gedanken ziemlich häufig. Fast jeder erlebt gelegentlich ungewollte, aufdringliche Gedanken. Der Unterschied bei Menschen mit Zwangsstörungen liegt in der Häufigkeit und der Intensität dieser Gedanken, sowie in der Reaktion darauf.

Man sollte in der Lage sein, sie einfach zu ignorieren (ein Missverständnis)

Aufdringliche Gedanken sind oft sehr hartnäckig und lassen sich nicht einfach durch Willenskraft unterdrücken. Versuche, sie zu ignorieren, können sie sogar verstärken.

Aufdringliche Gedanken sind immer gewalttätig oder sexuell (ein Missverständnis)

Obwohl aufdringliche Gedanken gewalttätige oder sexuelle Inhalte haben können, können sie auch viele andere Themen umfassen, wie z.B. Angst vor Verschmutzung, Zweifel, ob man eine Tür abgeschlossen hat, oder störende nicht-sinnvolle Bilder und Sätze.

Aufdringliche Gedanken bedeuten, dass etwas psychisch nicht stimmt (ein Missverständnis)

Während aufdringliche Gedanken ein Merkmal bestimmter psychischer Erkrankungen sein können, sind sie an sich kein sicheres Zeichen einer psychischen Störung. Sie können auch in Zeiten hoher Stress oder Angst auftreten.

Aufdringliche Gedanken können durch positive Denkweise überwunden werden (ein Missverständnis)

Positives Denken allein ist oft nicht ausreichend, um aufdringliche Gedanken zu bewältigen, besonders wenn diese im Rahmen einer Zwangsstörung auftreten. Professionelle Therapien, wie kognitive Verhaltenstherapie und Medikamente, sind wirksame Behandlungsmethoden.

Sprechen über aufdringliche Gedanken ist gefährlich oder schädlich (ein Missverständnis)

Viele fürchten, dass das Sprechen über ihre aufdringlichen Gedanken sie realer oder drängender machen könnte. In Wahrheit kann das offene Besprechen dieser Gedanken in einer therapeutischen Umgebung ein wichtiger Schritt zur Bewältigung sein.

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Johannes Faupel
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