Konzentrationsprobleme – was kann ich unternehmen?

Frage: Keine Konzentration – was kann ich dagegen tun?

Ich bin ärgerlich, weil ich mich nicht konzentrieren kann. Aber je mehr ich versuche, meinen Fokus nur auf eine Sache zu lenken, desto wilder laufen meine Gedanken in alle Richtungen.

Was kann ich tun? Soll ich gegen die Unaufmerksamkeit ankämpfen? Oder einfach aufgeben und etwas anderes tun?

Gegenfrage: Wie erfolgreich waren Sie bisher damit, gegen Ihre Gedanken anzukämpfen? Konnten Sie gegen Ihre Gedanken siegen? Kann das überhaupt ein Mensch jemals?

Warum kann ich mich nicht konzentrieren?

Fragen Sie sich immer wieder, warum Sie ständig abschweifen?

Passiert es Ihnen, dass Sie mitten in einer Aufgabe abbrechen und etwas ganz anderes beginnen?

Grundsätzlich ist es normal, dass wir nicht ständig voll konzentriert sein können.

Aber es gibt eben Situationen, in denen es phasenweise besonders schwerfällt, bei einer Sache zu bleiben.

Wenn Ihre Konzentrationsschwächen so stark sind, dass Sie im Alltag Probleme bekommen, sollten Sie mit einem Arzt sprechen.

Warum sollten Sie Konzentrationsprobleme ernst nehmen?

Konzentrationsschwäche (Konzentrationsstörung) kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel:

  • Berufliche Überlastung
  • Private Überforderung
  • Unklare Lebenslage
  • Starker Stress ohne Ausgleich
  • Ein bevorstehendes oder bereits bestehendes Burnout-Syndrom

Gehen Sie daher bitte den möglichen Ursachen Ihrer Konzentrationsstörungen professionell auf den Grund.

Selbsthilfebücher können Sie dann lesen, nachdem Sie ärztlich alles haben abklären lassen.

Das können Sie für Ihre Konzentrationsfähigkeit tun

Antwort: Es liegt selten am guten Willen, wenn sich ein Mensch nicht auf eine Sache konzentrieren kann. Die Ursache liegt eher im Umgang mit den Gedanken.

Ein unsortiertes Gehirn wird in chaotischer Weise versuchen, alle Gedanken auf einmal zu denken. Die Folge ist, dass keiner der Gedanken genug Aufmerksamkeit erhält, um sich zu einem guten Ergebnis zu entwickeln.

Die Lösung besteht nicht unbedingt darin, die Unaufmerksamkeit zu bekämpfen, sondern zu lernen, wie Sie Ihre Gedanken besser handhaben können.

Mit anderen Worten: Sie können in Ihrem Kopf eine Struktur etablieren, in der Gedanken der Reihe nach Aufmerksamkeit erhalten.

Hintergrund: Stress kann zu den wesentlichen Ursachen zählen, wenn die Aufmerksamkeit fehlt. Stress entsteht, wenn in den Gedanken keine Ordnung ist.

Ob Konzentrationsfähigkeit über Stunden oder nur Minuten möglich ist, hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig ist es, bei einer Konzentrationsschwäche den Gedanken im Gehirn eine gute Ordnung zu geben. Konzentration kann auf diese Weise schnell möglich werden. Wenn Sie sich auf eine Aufgabe konzentrieren wollen, bringen Sie Ihre Gedanken in eine gute Reihenfolge. Trinken Sie häufig. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Und sorgen Sie für ausreichend Schlaf. Schlafmangel zählt in vielen Fällen zu den Ursachen für Konzentrationsstörungen. Mit ausreichend Schlaf helfen wir dem Körper dabei, dass wir uns am Tag konzentrieren können.

Johannes Faupel: Autor des Selbsthilfebuches „Gedankenwohnung“

Johannes Faupel: Autor des Selbsthilfebuches „Gedankenwohnung“

Autor

Johannes Faupel – Frankfurt am Main

Systemischer Therapeut und Berater

Zertifiziert durch die Systemische Gesellschaft (SG)

Zertifiziert durch die Internationale Gesellschaft für Systemische Therapie IGST.

Beratungspraxis als Supervisor und Coach in Frankfurt am Main

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