Was passiert, wenn man Gedanken zu verdrängen versucht?

Was passiert, wenn man Gedanken zu verdrängen versucht?

Was passiert, wenn man Gedanken zu verdrängen versucht?

Meistens scheitern die Versuche, Gedanken zu verdrängen.

Warum funktioniert das nicht mit dem Verdrängen von Gedanken?

Weil das Verdrängen ein bewusster mentaler Prozess ist. Wenn Sie sich anstrengen, nicht an etwas zu denken, stärken Sie genau das.

Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das Unerwünschte

Der Versuch, Gedanken zu verdrängen, scheitert, weil er die Aufmerksamkeit auf exakt das lenkt und zieht, was nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen soll.

Die zu verdrängenden Gedanken werden also noch stärker und präsenter. Dieses Phänomen ist als „Rebound-Effekt“ bekannt. Das aktive Bemühen, einen bestimmten Gedanken nicht zu denken, wie etwa „Denke nicht an den blauen Elefanten“, führt bei jedem gesunden Gehirn dazu, dass der Gedanke noch häufiger ins Bewusstsein rückt. Langfristig kann das Unterdrücken von Gedanken zu einer Zunahme von Stress, Angstzuständen und Depressionen führen

Der Versuch, Gedanken zu verdrängen, scheitert oft, weil es paradoxerweise dazu führen kann, dass diese Gedanken noch stärker und präsenter werden. Dieses Phänomen ist als „Rebound-Effekt“ bekannt. Das aktive Bemühen, einen bestimmten Gedanken nicht zu denken, wie etwa „Denke nicht an den blauen Elefanten“, führt dazu, dass der Gedanke noch häufiger ins Bewusstsein rückt.

Dieses Phänomen ist in der psychologischen Forschung gut dokumentiert und wird oft im Kontext von Emotionsregulation und Stressmanagement diskutiert. Der Rebound-Effekt zeigt, dass das einfache Verdrängen oder Ignorieren von belastenden Gedanken oder Ablenkungen keine effektive Strategie darstellen. Methoden wie Akzeptanz, Achtsamkeit und das Modell der Gedankenwohnung können erheblich effektiver sein, um mit unerwünschten Gedanken und Gefühlen umzugehen.

Die grundlegende Studie zum Rebound-Effekt

Wegner, D. M., Schneider, D. J., Carter, S. R., & White, T. L. (1987). Paradoxical effects of thought suppression. Journal of Personality and Social Psychology, 53(1), 5-13.

Diese Studie führte das Konzept des Rebound-Effekts ein und verwendete das berühmte “Weißer Bär”-Experiment.

Eine Meta-Analyse zum Gedankenunterdrückungsparadoxon

Abramowitz, J. S., Tolin, D. F., & Street, G. P. (2001). Paradoxical effects of thought suppression: A meta-analysis of controlled studies. Clinical Psychology Review, 21(5), 683-703.

Eine Studie, die den Rebound-Effekt im Kontext von Angststörungen untersucht

Koster, E. H., Rassin, E., Crombez, G., & Näring, G. W. (2003). The paradoxical effects of suppressing anxious thoughts during imminent threat. Behaviour Research and Therapy, 41(9), 1113-1120.

Eine Untersuchung des Rebound-Effekts bei depressiven Gedanken

Wenzlaff, R. M., & Wegner, D. M. (2000). Thought suppression. Annual Review of Psychology, 51(1), 59-91.

Studie über den Zusammenhang zwischen Gedankenunterdrückung und Schlafstörungen

Harvey, A. G. (2003). The attempted suppression of presleep cognitive activity in insomnia. Cognitive Therapy and Research, 27(6), 593-602.

Diese Studien liefern den wissenschaftlichen Hintergrund zum Rebound-Effekt. Sie zeigen, dass der Versuch, Gedanken zu unterdrücken, kontraproduktiv ist und zu einer verstärkten Präsenz dieser Gedanken führen kann. Die Forschung unterstützt auch die Idee, dass alternative Strategien wie Akzeptanz und Achtsamkeit effektiver sein können im Umgang mit unerwünschten Gedanken.

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