Gefühle regulieren

Gefühle regulieren – emotionale Selbstregulation ist wichtig für eine gesunde Emotionalität

Kennen Sie das Gefühl? Sie haben ein Eindruck, Sie wären Ihren Gefühlen hilflos ausgeliefert, regelrecht von ihnen überschwemmt, könnten nichts tun? Lesen Sie hier, warum das mit der Hilflosigkeit ein Irrtum ist – und was Sie ändern können, um Ihre Gefühle positiv zu beeinflussen.

Warum sollte man Gefühle regulieren können?

Gefühle regulieren wir, weil wir uns nur mit einem adäquaten Gefühlshaushalt in einem sozialen Konsens bewegen können. Anders formuliert: Wer sich bei jedem Anlass gehen lässt, verliert seine Freunde bzw. findet gar nicht erst Menschen, die es mit ihm aushalten wollen.

Es ist daher entscheidend für ein gedeihliches Leben und Miteinander, dass wir unsere Emotionen in günstiger Weise zu beeinflussen lernen. Aber halt! Es geht niemals darum, Gefühle in den Griff zu bekommen. Damit würden wir unsere Empfindungen womöglich unterdrücken. Das ist keine gute Idee.

Gefühle beobachten – einfache Gedankenübung

Stellen Sie sich vor, Ihre Gefühle würden auf Ihrem Weg durch den Tag vorbeikommen wie Personen. Stellen Sie sich zudem vor, Sie würden sinnbildlich auf einer Sitzbank Platz nehmen und die vorbeikommenden Gefühle mit einem Nicken begrüßen und ihnen beim Vorübergehen zusehen. Das Foto von der Straße möge Ihnen eine Einladung sein, dieses innere Bild zu visualisieren:

Gefühle regulieren

Gefühle regulieren – stellen Sie sich vor, Sie würden auf einer Sitzbank sitzen und den Gefühlen zusehen, die bei Ihnen vorbeikommen.

Gefühle regulieren – hier sind die beiden Schritte

Es gibt zwei Schritte, die sich gut miteinander verbinden lassen:

  1. den Atem beobachten und
  2. die Gedanken ordnen

Gefühle zu regulieren setzt voraus, dass wir etwas Abstand zu ihnen aufbauen. Indem wir damit beginnen, Gefühle zu beobachten, bauen wir bereits eine gesunde Distanz zu dem auf, was wir empfinden.

Wie können wir Gefühle so erleben lernen, dass wir und nicht mehr von ihnen überrannt fühlen, sondern sie besser steuern können?

1. Den Atem beobachten

Die Beobachtung des Atems ist bereits ein wichtiger Schritt zur Regulierung der Gefühle. Bei einem aufgeregt wirkenden, schnellen und flachen Atem ergibt sich schon nach kurzer Zeit eine Besserung in der Wahrnehmung. Das Beobachten des Atems ist eine von mehreren Möglichkeiten.

Es geht auch um die Gedanken, denn was wir denken, beeinflusst unsere Gefühle.

2. Die Gedanken ordnen

Was haben Gefühle mit Gedanken zu tun? Und warum braucht es auch eine Selbstregulation bei den Gedanken?

Gefühle entstehen meistens vor den Gedanken. Denken wir an das Temperaturempfinden oder den Geruchssinn, aber auch an visuelle und optische Reize. Die von unterschiedlichen Sinneskanälen ausgelösten Empfindungen und Gefühle sind schneller da, als wir bewusst denken können.

Es gibt aber auch Gefühle, die durch Gedanken, z. B. durch immer wiederkehrende Beschäftigung mit sorgenvollen Themen, entstehen. Sobald wir ein Gefühl wahrnehmen, können wir darüber nachdenken. Genau hier beginnt die Möglichkeit, Gefühle zu regulieren, sie positiv zu beeinflussen.

 

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