25. September 2016

Gedanken beeinflussen – das kann man aktiv und passiv meinen / verstehen. Gedanken beeinflussen natürlich meine Gegenwart. Ich kann aber auch meine Gedanken beeinflussen. Im Buch „Gedankenwohnung“ ist anhand von Beispielen und einer „Musterwohnung“ beschrieben, wie Sie im Einklang mit sich selbst etwas mit Ihren Gedanken anfangen können.

Gedanken beeinflussen. Wie es geht, steht in „Gedankenwohnung“

Gedanken sieht man von außen nicht, aber sie können einem ganz schön zusetzen: so lange man sie als lästig, mächtig, bedrohlich usw. bewertet. Wie geht es Ihnen, wenn Ihre Gedanken ungeordnet sind, wenn alle Gedanken scheinbar auf einmal etwas von Ihnen wollen? Termingedanken, Geburtstagsgeschenkgedanken, Schuldgefühlgedanken, Ich-sollte-mal-Gedanken, Hätte-ich-doch-nur-Gedanken usw. Lesen Sie „Gedankenwohnung“ und erleben Sie, wie solche Gedanken, die Sie bisher ablehnten und loswerden wollten, wie von alleine in den Hintergrund treten. Nein, das ist kein Trick und auch kein falsches Versprechen. Es ist ein Naturgesetz, daß wir jenen Umständen, gegen die wir angehen, viel Aufmerksamkeit geben. Wer sich gerade gegen ein wildes Tier verteidigt, hat in diesem Moment keinen Sinn für seine Rente oder den nächsten Urlaub. Und wer Gedanken wie wilde Tiere behandelt, hat wenig Freude am Alltag.

Denken Sie jetzt nicht an …

Sie kennen sicher diese unlösbare Aufgabe: Denken Sie nicht an einen rosa Elefanten. Woran denken Sie? Was sehen Sie vor Ihrem inneren Auge? Ob Sie nicht an den rosa Elefanten im Baum denken wollen oder nicht an etwas anderes, das sogar noch viel unangenehmer ist: mit Druck geht bei Gedanken nichts, weil dann ein Gegendruck entsteht. Es ist eine unlösbare Aufgabe und eine – auch hirntechnisch – unsinnige Idee, Gedanken mit Kraft und Willen vertreiben zu wollen. So lange Sie von einem Gedanken, einem Bild, einem Ton usw. „verlangen“, zu verschwinden, wird das Erlebte eher noch stärker. Warum das?

Wer gegen etwas ankämpft, investiert Energie und Aufmerksamkeit

Der Wasserhahn tropft, der Nachbar mäht den Rasen, der Sitznachbar im Zug hat den MP3-Player zu laut eingestellt. Ohne jede Bewertung sind es nur Schallwellen. Sobald eine Bewertung dazukommt, können daraus eine Reparaturaktion, ein Streit mit dem Nachbarn oder eine unangenehme Zugfahrt werden. Alles andere tritt in den Hintergrund, weil sich alle Aufmerksamkeit darauf konzentriert, etwas zu beseitigen. Je mehr man es versucht, desto mehr Aufmerksamkeit gibt man ihm. Und so mächtiger scheint „es“ zu werden. Natürlich gilt das auch für Gedanken.

Laden Sie Ihre Gedanken ein – gerade die unangenehmen

Laden Sie Ihre Gedanken in einen – erdachten – Raum ein, in dem sie sein dürfen. Damit werden die Gedanken von alleine ruhig. Das mag paradox wirken, und das ist es auch. Es ist das glatte Gegenteil dessen, was mit Konfrontationstechniken, Gedankenstoppen usw. versucht wird. Und es wirkt.

Werden Sie zum gelassenen Beobachter Ihrer Gedanken

„Ach ja, da war er gerade wieder, der Gedanke XY – ich habe ihn gesehen, als ich in meiner Vorstellung an seinem Zimmer (Gedankenwohnung) vorbeigegangen bin. Konnte ihm eben noch sagen, daß ich ihn später beachten werde, wenn dafür die Zeit gekommen ist.“ Wenn man diesen Umgang mit Gedanken ein paarmal ausprobiert hat, wird man eine andere Wirkung beobachten können.

Entscheidend ist es, den Kampf aufzugeben

Ersetzen Sie alle Kampfmetaphern durch Begriffe, die ein Miteinanander und Nebeneinander beschreiben. In allem geht es um Ambivalenz. Während mir dieser Gedanke eben noch durch den Sinn ging, kann ich mich gut auf meine Aufgabe einlassen. Wenn er wiederkommt, würdige ich ihn als Ergebnis eines Anliegens, und wenn das nicht wirkt, stufe ich ihn als ein Produkt meines fleißig vor sich hin denkenden Gehirns ein.

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